Meine Mutter sagt immer, dass sie kaum einen Menschen kennt, dem so viele Haarfarben stehen wie mir. Diese Aussage lässt schon vermuten, dass ich einiges ausprobiert habe, dass sie zu dieser Überzeugung gekommen ist.
Dunkelbraun, Kupfer und alle möglichen Blondtöne habe ich getragen und sogar ausgefallenes Candy Hair in einem pastellfarbenen Lilac , wie in diesem Beitrag, hätte mir besser nicht stehen können.
Doch das ist jetzt vorbei – ich habe die Liebe zu meiner Naturhaarfarbe wiedergefunden und möchte die Vorteile von uncolorierten Haaren nicht mehr missen.

 

Was macht das Colorieren eigentlich mit unserem Haar

Um unserer Haare dauerhaft zu färben, arbeitet man mit sogenannten Oxidationsfärbemitteln. Diese bestehen aus zwei Komponenten die kurz vor der Anwendung vermischt werden. Herkömmlicher Weise handelt es sich dabei um Ammoniak und Wasserstoffperoxid.
Doch was machen diese Mittel genau mit unserem Haar? Das Ammoniak hat eine quellende Wirkunug, die dazu führt, dass das einzelne Haar so aufquillt, dass die Farbpigmente der neuen Haarfarbe bis tief in das Haar eindringen können und sich so nicht mehr auswaschen lassen.
Bei einer Blondierung funktioniert es genau andersherum. Hier kommen Bleichmittel zum Einsatz, die unsere natürlichen Farbpigmente zerstören, indem sie sie dem Haar entziehen. Das führt zu einer extremen Austrocknung jedes einzelen Haars, da die Schuppensicht aufgeraut wird. Das macht unsere Haare, spröde, brüchig und sehr anfällig für äußere Umwelteinflüsse.
Deswegen sollte der Wunsch nach einer anderen Haarfarbe immer mit einem Frisör besprochen werden und nicht eigenhändig in der Drogerie entschieden werden.

 

Tipp
Wer dennoch nicht auf das Färben verzichten möchte sollte unbedingt zu Olaplex beim Colorieren greifen. Das 3-Phasen-Treatment, soll die als Bindungsverstärker agieren und das Haar dauerhaft stärken und reparieren.

 

Ein weiter, nicht zu vernachlässigender Aspekt, ist die Reizung der Kopfhaut durch eine coloration. Die chemischen Stoffe bewirken eine Alkalisierung der Haut, wodurch diese viel durchlässiger für Schadstoffe wird. Auch Allergien und Hautreizungen, wie Juckreiz, Schuppen und Ausschlag können die Folge sein.

 

 

Warum ich meine Haare nicht mehr färbe

Das hat viele Gründe. Hauptsächlich liegt es daran, dass ich meine Naturhaarfarbe sehr mag, was nicht immer der Fall war. Ich habe einen aschigen Blondton, der sich im Laufe der letzten 15 Jahre, so lange ist es her, dass ich ihn das letzte mal gesehen habe, in ein immer noch aschiges aber dafür sattes Dunkelblond gewandelt hat.
Ich bin ein kühler Farbtyp, meine Haut ist sehr hell und aus diesem Grund stehen mir nur aschige Blondtöne. Trotzdem enthält mein Haar eine Menge Rotpigmente, die besonders bei Sonneneinstrahlung sichtbar werden. Das ist eine Kombination, die beim Blondieren glücklicherweise selten zu grünen Faux-pas führt, hingegen aber gerne sehr gelb oder gar orange wird. Und das steht niemandem!
Folglich ist die sowieso aufwändige Pflege von blondiertem Haar noch wichtiger. Man muss regelmäßig abmattieren und Silbershampoos benutzen, um den Farbton möglichst lange kühl zu halten.
Coloriertes Haar muss einfach immer intensiv gepflegt werden. Zum Einen weil das Haar durch die Prozedur sowieso schon stark strapaziert ist und zum einen, weil die Farbe sonst zu schnell ihre Lebendigkeit verliert und von einem grauen Schleier überzogen wird. Der Glanz fehlt.
Meine Haare waren immer gepflegt und glänzend, aber es war ein riesen Aufwand um ehrlich zu sein. Jetzt so ganz pur und natürlich glänzen sie wie noch nie zuvor. Sie sind so unglaublich vital, dass ich das Wort Spliss nicht mehr kenne und dass, obwohl ich meine Haare reichlich mit dem Glätteisen quäle.
ich merke deutlich, dass sie viel weniger abbrechen und mir auch weniger ausfallen. Sie sind noch dicker geworden.
Das alles wollte ich früher nicht glauben, denn trotz der ganzen Behandlungen und Strapazen sahen meine Haare “gesund” aus. Aber wie so oft im Leben, sieht man den Unterschied erst dann, wenn man auch wirklich etwas ändert.

In freundlicher Zusammenarbeit mit dem The Charles Hotel München

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