Monterey, das Paradies am Highway 1 auf dem Weg von L.A. nach San Francisco ist wohl einer der schönsten Orte entlang der kalifornischen Küste. Die Halbinsel ist bekannt für ihre wunderschöne Natur und die Artenvielfalt der Ozeans. 2015 bin ich das erste Mal in durch Zufall Monterrey gelandet und seither gehört es auf jeder Reise nach Kalifornien dazu. Dass das idyllische Örtchen im weltweiten Tourismus immer beliebter wird, ist kein Wunder. Dennoch möchte ich Euch dieses ganz besondere Reisziel vorstellen.2015 landete ich zum ersten Mal in dem auf einer Halbinsel gelegenen Fischerdorf. Ich war für zwei Nächte auf der Durchreise nach San Francisco und wir brauchten einen Ort für einen Zwischenstopp.
Dort angekommen konnte ich die atemberaubende Schönheit dieses Fleckchen Erdes kaum begreifen und war tief traurig es so schnell wieder verlassen zu müssen.
2017 kam ich zurück und blieb eine ganze Woche. Heute stelle ich Euch die schönsten Orte, Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Monterey vor.

 

17 Mile Drive

Der 17 Mile Drive ist weltbekannt und ein absolutes Muss, wenn man in Monterey ist. Entlang der 17 Meilen lange Küstenstraße reihen sich wunderschöne Aussichtspunkte und Naturdenkmälen aneinander. Sie endet in Camel-by-the-Sea, ein idyllischer kleiner Ort mit großen Sandstränden.
Zwei der wohl bekanntesten Stops auf der Fahrt über den 17 Mile Drive ist Pebble Beach und die “Lone Cypress”, die sich malerisch auf einem Felsen erhebt.
Ähnlich wie in einem Nationalpark muss man auch hier ein Ticket kaufen, was aber wirklich nicht teuer ist. Und glaubt mir, ihr werdet entlohnt.
Neben der einziartigen Natur voller Kiefern, Zypressen und wilden Heidelbeerfeldern kann man auch das ein oder andere gigantische Eigenheim inmitten dieses Paradieses bewundern.
Der 17 Mile Drive ist definitiv die amerikanische Variante des Lustwandelns in der Natur.

 

 

Tipp
Nehmt euch Verpflegung mit und plant ein Picknick an einem der traumhaften Strände und genießt die einmalige Aussicht.

 

 

Whale Watching

Es gibt in den Vereinigten Staaten von Amerika nur zwei Orte an dem ein großes und regelmäßiges Aufkommen von Walen gemessen wird. Hawaii und die Monterey Bay. Hier sind die verschiedensten Arten der Meeressäuger zu sehen. Am häufigsten kann man Buckelwale sichten. Die Tiere leben hier von Mai bis Oktober vor der Küste, bevor sie dann wieder nach Hawaii ziehen.
Für das Whale Watching meldet man sich am besten ein oder zwei Tage vorher an. Man kann sich ganz einfach im Internet oder an den zahlreichen Buden am Pier des Monterrey Harbors schlau machen. Die Kosten dafür liegen bei etwa 60 USD pro Person.

 

Tipp
Für etwa 100 USD habt ihr die Möglichkeit eine Whale Watsching Tour auf einer Segelyacht zu buchen. Der Vorteil daran ist, dass ihr durch den fehlenden Motor und die fehlende Schiffsschraube viel näher an die Tiere kommen könnt. Ihr seid quasi lautlos und die Wale tauchen direkt neben euch auf.

 

Der Ausflug dauert gute drei bis vier Stunden und ich war überrascht zu sehen, wie nah die Tiere an die Küste kommen.
Wo sich Wale im Wasser befinden kann man sehr gut an dem Schwarm von Möven und den Lauten der Seelöwen erkennen. Die Wale kreisen die Fische ein und die Seelöwen treiben sie im Wasser immer wieder von unten nach oben, sodass sie auch für die Möven leichte Beute sind.

 

Tipp
Zieht euch unbedingt warm an. Ganz egal wie heiß es an Land ist, ihr fahrt raus aufs Meer und dort gibt es keinen Schutz vor dem Wind. Tragt geschlossene Schuhe und nehmt euch einen großen Schal mit. Zwiebeltechnik ist hier das Beste.

 

 

Big Sur

2015 habe ich es nicht geschafft und auch 2017 wäre ich fast an einer Sperrung der Küstenstraße gescheitert. Doch glücklicher Weise war die Strecke von Monterey bis Big Sur noch frei, sodass ich endlich an diese einzigartige Steilküste fahren konnte.
Die Bilder im Reiseführer waren viel versprechend und ließen nur erahnen, wie traumhaft diese Küstenlandschaft ist. Doch dort angekommen war ich einfach nur überwältigt. Und bin es immer noch, wenn ich daran denke.
Dieser Ort hat mein Herz berührt.
Die Farben dieser unbeschreiblich schönen Kulisse, das Rauschen des pazifischen Ozeans, die leichte salzige Briese und die warme, strahlende Sonne, all das war pure Glückseeligkeit.
Ein besonderes bekannter Punkt ist die 85 Meter hohe Bixby Creek Bridge, der auch in wirklich jedem Reiseführer abgebildet ist. Sie ist sozusagen das Wahrzeichen von Big Sur.

 

 

Tipp
Fahrt unbedingt früh los, denn ein so bekannter Ort kann schnell überlaufen sein. Es gibt ähnlich wie am 17 Mile Drive immer wieder Parkbuchten, aber sind diese voll, wird es schwierig. Einen halben Tag solltet ihr unbedingt einplanen für diese Tour.
Und wenn ihr könnt, nehmt auf jeden Fall ein Mustang Cabrio.

 

 

Cannery Row

Ende des 18. Jahrhunderts war Monterey einer der bedeutensten Fischerei- und Walfanghäfen. Besonderer Augenmerk lag jedoch auf den Sardinen, deren Verarbeitungsprozess an der sogenannten “Konservenstraße”, der Cannery Row stattgefunden hat.
Wenn man heute über die Cannery Row läuft, dann fällt schnell auf, dass sie sich zu der Hauptpromenade des Orts gemausert hat. Neben Luxushotels und Souvenirshops ist auch das große Meeresaquarium von Monterey an ihrem Ende gelegen. Zahlreiche Aussichtspunkte in die Bay hinaus laden immer wieder zum Innehalten und tief Druchartmen ein.
Die Cannery Row ist Montereys Schlagader.

 

 

Monterey Bay Aquarium

Während sich der Großteil der Aktivitäten von Monterey im Freien abspielen, kann man in dem großen Meeresaquarium Zuflucht vor der rauen Briese bei schlechtem Wetter finden.
Das Aquarium ist eines der größten öffentlichen Schauaquarien den Welt und definitiv einen Besuch wert. Es beherbergt knapp 550 Tierarten und rund 35.000 Lebewesen.
Führungen im Aquarium kosten ca. 15 USD und auf der Website findet man alle wichtigen Information zu den Fütternugen der Haie oder Pinguine.
Besonders beeindruckend waren für mich die großen Becken mit den Haien und die umfangreiche Ausstellung der zahlreichen Qualenarten.

 

 

Essen und Trinken

Als Fischerdorf spanischer Eroberer ist bekannt für seine Köstlichkeiten aus dem Meer.
Natürlich gibt es hier eine Vielzahl an touristischen Lokalitäten aber auch den ein oder anderen Geheimtipp.
Ich habe nie bessere Fischsandwiches gegessen als hier. Frischer geht es einfach nicht.
Mein absoluter Favorite ist jedoch die Paris Bakery in der 271 Bonifacio Pl. Das Banana Nut Bread hier ist einfach unerreicht. Für mich der beste Frühstücksspot der Stadt.
Wer Fisch nicht mag, der wird aber auch nicht verhungern. Wie überall in Kalifornien ist ein In ‘n Out Burger oder eine California Pizza Kitchen nicht weit.
Ein Großteil des kalifornischen Weinanbaus findet in der Gegend um Monterey statt. Es gibt zahlreiche Weingüter, die zu Weinproben und Verköstigungen einladen.

 

 

Tipp
Esst eine Clam Chowder Soup. Sie ist die Spezialität und wird in einer Bread Bowl serviert. Mit 10 USD pro Portion ist sie auch absolut erschwinglich. Anders als ihr bekanntes Pendant aus Manhatten, wir sie ohne Tomaten zubereitet und ist um ein vielfaches cremiger. 

 

 

Unterkunft

In Monterey gibt es zahlreiche Wellnessoasen und Luxushotel. Mir haben es allerdings die vielen kleinen Motels angetan. Sie sind so süß und heimelig und dazu noch richtig günstig. Besonders praktisch an Motels ist die Möglichkeit das Auto im wahrsten Sinne des Wortes vor der Tür parken zu können.
Bei meinem ersten Besuch in Monterey, hatte wir ein Zimmer in Camel. Im Vergleich zu Monterey selbst sind die Zimmer hier etwas teurer aber immer noch sehr günstig. Das Bett war einfach himmlisch bequem und das Zimmer schön groß und hell.
2017 sind wir ins Padre Oaks Motel eingezogen. Es liegt super zentral und ist man erreicht zu Fuß super das Del Monte Shopping Center.
In Monterey ist es selten richtig heiß. Wir kamen aus dem 30 Grad warmen Los Angeles und mussten uns erst an die milden 17 bis 20 Grad auf der Halbinsel gewöhnen. Wenn man es wärmer haben möchte, muss man wirklich im Sommer hierher reisen.

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