Nicht gerade der Satz, den eine Mutter von ihrer Tochter hören möchte.
Ist es doch der Wunsch der meisten Eltern, dass ihre Kinder ihre ganze Energie und Konzentration in ihr Studium stecken und sich darauf voll und ganz fokussieren. Das ist,was wichtig ist, denn schließlich, so gilt es, ist ein Studium zumindest illusorisch und gesellschaftlich der beste Garant für Erfolg und Bloggen nicht mal ein Beruf.

Es sind nicht die Erfolge, aus denen man lernt, sondern die Fiaskos.
COCO CHANEL

 

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Unverhofft kommt oft

Also klar, dass mir ein bisschen mulmig war, als ich ihr sagte, dass ich angefangen habe zu bloggen.
Meine Mutter begegnete mir mit so viel Enthusiasmus und Ermutigung für meinen Entschluss, wie ich kaum zu erwarten gehofft hatte. Sie war und ist immer noch der festen Überzeugung, das Bloggen, wie kaum ein anderes Medium ein herausragender Zusammenschluss an Kreativität unterschiedlichster Bereiche ist.
Und sie hat Recht.
Es lässt die Menschen teilhaben an Entwicklungsprozessen und inspiert sie zu eigenen, ganz anders als herkömmliche Medien, die meistens nur das fertige Endprodukt stolz präsentieren. Bloggen beginnt mit einer Idee und begleitet sie bis zu ihrem visuellen Inerscheinungtreten in Wort und Bild. Und das immer wieder von vorne und immer wieder aufs Neue, stets begleitet von der jeweiligen Persönlichkeit des Bloggers.

Aber dennoch, musste ich, noch völlig beseelt von dem Zuspruch meiner Mutter und sprudelnd vor Ideen und Tatendrang, schnell feststellen, dass ein Großteil meines Umfelds mich für mein Vorhaben nur belächelten.
„Willst du jetzt Bloggerin werden?!“, war die erste Frage die mir ins Gesicht schlug; der Hohn in der Stimme war kaum zu überhören. „Das ist doch nur irgendein Hobby, sowas kann man nicht ernstnehmen“ oder „Das sind doch alles nur Oberflächlichkeiten und Belangloskeiten mit denen man sich da beschäftigt, eine Welt voller Äußerlichkeiten!“.
Die Enttäuschung ob dieser Reaktionen ließ sich nicht zurück drängen und war dennoch gepaart mit der für mich unausweichlichen Frage, wo oder vielmehr bei wem die Oberflächlichkeit tatsächlich liegt. Das ständige Vorurteil, alle Menschen die sich mit Mode beschäftigen, würden sich als Konsequenz ausschließlich nur mit Äußerlichkeiten und damit folglich mit Oberflächlichkeiten umgeben, kennen wir alle nur zu Genüge. Das Menschen darauf schließen liegt nahe, aber doch meistens nur dann wenn sie selber es sind, die sich die Beurteilung einfach und somit oberflächlich machen.Benjamin Adams, Highheels, Strass, Bistro, Bistrotisch, Panasonic Lumix, Kamera, Spiegelflexkamer, Champagner, Moet, Macbook Pro, Apple, Bluse mit Schleife von H&M, Culottes mit Volants, Zarablazer, Blazer mit Puffärmeln, Muenchen, Oylmpische Dorf, Graffiti

Mode ist nichts, was nur in der Kleidung existiert. Mode ist in der Luft, auf der Straße. Mode hat etwas mit Ideen zu tun, mit der Art wie wir leben, mit dem, was passiert.
COCO CHANEL

Was Coco Chanel uns damit sagen will

Fashion ist so viel mehr als nur das pure Instrument einer Gesellschaft uns zu kleiden, sie ist viel vielfältiger und tiefgründiger als wir meist anzunehmen vermögen und sie ist ein Teil unseres täglichen Lebens, bei dem ein jeder selbst und für sich entscheidet wie viel Raum ihr zugestanden werden soll und wie viel Bedeutung ihr beigemessen wird.
Sie ist in der Lage Gutes zu tun, ebenso wie Schlechtes, wenn wir uns beispielsweise mit den Bedingungen ihrer Produktion beschäftigen – von Fairtrade über das Züchten zur Pelzverarbeitung.
Sie diktiert uns, ja, sie schränkt uns manchmal ein und lässt uns gleichzeitig unendlich viel Raum zur Kreativität; sie ist der Ausdruck unserer Kultur, der Region in der wir leben, das Sinnbild unseres Glaubens und unserer Religion; sie spaltet die Gesellschaft und zeigt uns meist ganz genau und schonungslos die bürgerlichen Klassen auf, wie starr sie immer noch erscheinen und wie selten sie sich überwinden lassen; sie schafft es unseren Charakter und unsere Stärken zu unterstreichen und zu unterstützen, wenn wir sie richtig einsetzten.
Sie kann uns aber auch klein und unscheinbar erscheinen lassen , wenn wir uns zu wenig mit ihr auseinandersetzen; sie ist allgegenwärtig und wird doch häufig im täglichen Leben übersehen, wenn wir gehetzt durch die Strassen laufen.
Sie ist es, die uns alle Möglichkeiten gibt. Wie ein Stück leeres Papier, das man mit Worten füllt, erlaubt sie uns sie zum Leben zu erwecken. Mit unserem Leben, ganz persönlich und individuell, denn wir sind es, die sie tragen und nicht umgekehrt. Wir können mit ihr ausdrücken was wir sind oder wer wir sein wollen und sie wird uns selten das ein oder andere gescheiterte Experiment übel nehmen, ganz im Gegensatz zu uns selber oder unserem Gegenüber.
Fashion ist nicht die Belanglosigkeit die man ihr so erbittert nachsagt und sie verkörpert auch nicht die Oberflächlichkeit die man ihr und allem was oder wer sich mit ihr beschäftigt unterstellt.
Wir sind es.
Weil wir es uns einfach machen und es bequem ist.
Weil wir Auseinandersetzung scheuen.
Denn wir sind doch diejenigen, die erwarten, dass jemand der gut gekleidet ist auch in Wohlstand lebt und sind nicht selten überrascht wenn wir feststellen, dass eben nicht alles Gold ist was glänzt; dass vielleicht gerade der oder diejenige von der wir es auf Grund besagter Äußerlichkeiten gerade nicht erwartet hätten, in finanzieller Sorglosigkeit lebt.
Und wir sind es auch, die sich vielleicht in unserer so durchgeplanten Welt vor dem Unkonventionellen etwas fürchten und uns lieber auf das Konservativere verlassen, weil es uns letztlich die Sicherheit gibt, nach der wir uns so sehnen, weil Sicherheit in der Zeit und der Welt in der wir leben ein stetig schwindendes Gut zu sein scheint.

Wieviele Sorgen verliert man, wenn man sich ertschließt, nicht Etwas sondern Jemand zu sein.
COCO CHANEL

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Aufgeben heißt vom Weg abkommen

Vielleicht liegt die Reaktion der meisten meiner Freunde auf dieses Thema daran, dass sie diejenigen sind die in Oberflächlichkeiten denken, vielleicht aber auch daran, dass ein jeder, und ich im Übrigen auch, neigt Bloggen zu unterschätzen.
Es erfordert ein hohes Maß an Hingabe, an Disziplin und Durchhaltevermögen.
Es nimmt viel Zeit und Geld in Anspruch aber es ist was ich liebe und dieses Mal nehme ich all die auf Tassen und Leinwände gedruckten „Do what you Love“-Appelle ernst. Und egal wie viel Wind mir entgegen pfeift und wie hoch die  Wellen die mir entgegen peitschen sein werden, wie nahe Freude und Verzweiflung beieinander liegen mögen, es fühlt sich gut an.
Seid mutig und lasst euch nicht entmutigen,  steht wieder auf wenn ihr stolpert und tut was euch glücklich macht, denn dass ist es was zu Erfolg führt.

Ich habe mich entschieden:

Ich blogge jetzt!

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Photos by Christian Habel

3 Comments

  1. Herzlichen Glückwunsch zur Seite und dem tollen Design.
    Viel Kraft und Energie & natürlich auch Spaß an der Sache 🎉🍾

  2. Ich kann richtig mit dir mitfühlen,da, ich vor etwa einem Monat auch angefangen habe. Viele unterschätzen das Bloggen und denken sich, dass es so oberflächlich ist. Natürlich gibt es sehr viele oberflächliche Blogs, aber es kommt darauf an, wie man seinen Blog gestaltet, um eben nicht oberflächlich zu wirken. Ein Blog kann so viel mehr, inspirieren, etwas bewegen, aufklären, neue Erkenntnisse bringen. Das sind die Dinge, die mich motivieren. Ich wünsche dir ganz viel Durchhaltevermögen! Liebe Grüße

    • Rebecca Reply

      Ja, so sehe ich das auch und es gibt ganz viel Hoffnung, dass es nicht nur mir so geht!
      Man darf sich nicht entmutigen lassen, weil andere sich vielleicht nicht trauen, zu ihren Wünschen zu stehen!
      Danke, für deine ermutigenden Worte meine Liebe!

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