Heute möchte ich Euch gerne teilhaben lassen an meinem ersten Do-It-Yourself Projekt: einem Hexenhaus aus Lebkuchen.

Als kleines Kind durfte eine Sache zur Bescheerung niemals fehlen, mein Hexenhaus. Viel zu schade zum essen, hob ich es lange auf um mich daran zu erfreuen.
Als ich letztes Jahr den Bausatz dafür im Supermarkt entdeckte, wollte ich unbedingt auch eins machen. Dieses Jahr habe  ich dann auch endlich Zeit dafür finden können.
Die Weihnachtszeit ist für uns alle sehr stressig und wir haben so viele Dinge zu erledig und sind stets beschäftigt, eilen hecktisch von Kaufhaus zu Kaufhaus durch viel zu volle Innenstädte und verbringen unsere Zeit mit Warten in viel zu langen Schlangen. Umso schöner, wenn wir auch mal vor den Festtagen Zeit für einander finden! Diese Zeit ist kostbar und sie wird uns helfen, wenn wir uns Heilig Abend oder an den beiden Weihnachtsfeiertagen daran erinnern, unsere Familie, mit der wir sonst so plötzlich ganz ungefiltert umgeben sind, anders wahrzunehmen. Vielleicht lässt sich auch die ein oder andere an Weihnachten so berüchtigte Auseinandersetzung umgehen, weil wir uns vorher schon an einander gewöhnen konnten.
Wer mal keine Lust auf das klassische Plätzchenbacken hat und auch vielleicht etwas den Aufwand scheut, kann es mal hier mit versuchen. Der Bausatz ist super geeignet um das krümelige Chaos der Küche zu verbannen.

Knusper, knusper Knäuschen…

Es ist im wahrsten Sinne kein Hexenwerk so ein kleines Häuschen zu zaubern. Alles was ihr dazu braucht, ist ein Bausatz, Puderzucker, Eigelb und was immer ihr zum Verziehen so mögt.

  1. Der Zuckerguß
    Puderzucker und Ei werden wie nach Anleitung beschrieben zusammengerührt und ihr bekommt den klebrigen Zuckerguss, der das Ganze zusammenhält.
  2. Der Giebel
    Ihr beginnt mit der Bodenplatte, auf die ihr die beiden Giebelwände des Hauses klebt.
    Es wird geraten, den Zuckergruß mittels eines Spritzbeutel auf die Stellen aufzubrigen, aber dadurch habt ihr viel Verlust von Masse und mit einem Messer geht es besser.
    Ihr braucht Euch keine Sorgen um sauberes und genaues Arbeiten machen, bei dem Häuschen sieht es gerade schön aus, wenn man überall etwas Zuckerguss heraus blitzen sieht.
 Es ist ein bisschen Geschicklichkeit gefragt, da die ersten Wände des Hauses etwas wacklig sind. Ich habe sie dazu etwas abgestützt.
  3. Die Seiten
    Wenn die zwei großen Wände stehen, setzt ihr die kleinen Seitenteile ein und von da an ist es auch keine wackelige Angelegenheit mehr.
  4. Das Dach
    Jetzt noch das Dach anklebend und das Grundgerüst steht. Ihr müsst ein bisschen auf eure Arbeitsgeschwindigkeit achten, da der Zuckerguss schnell hart wird.
  5. Schornstein, Fenster und Tür
    Für die kleinen Details, wie die Fensterläden und den Schornstein, müsst ihr den Lebkuchen ein bisschen zurechtschneiden, aber auch das ist gut erklärt.
    Nun noch schnell Fenster und Tür anbringen und es kann losgehen mit dem süßen Verzieren.
    Erlaub ist alles, was gefällt und natürlich schmeckt

 

…Wer knuspert an  meinem Häuschen?…

Ich habe mit dem Dach angefangen und mich immer weiter vor gearbeitet. Da die Stellen nicht eben sind und die Süßigkeiten auch ihr Gewicht haben, habe ich Zahnstocher genommen um sie so lange zu fixieren, bis der Zuckerguss trocken genug ist.
Zuletzt habe ich die Hexe und Hänsel und Gretel auf die Bodenplatte vor den Eigang geklebt und den bereits verzierten Tannenbaum aufgestellt. Diesen musste ich an der Rückseite mit einem kleinen Zahnstocher abstützen, da er sonst einfach umfällt, weil die Klebefläche sehr klein ist.

 

…Der Wind, der Wind, das himmliche Kind!

Nachdem alles schön getrocknet ist, habe ich das fertige Hexenhaus noch mit Puderzucker bestäubt, damit es richtig schön winterlich aussieht und anschließend in einer Klarsichtfolie eingepackt, damit es nicht so schnell austrocknet und sich festlich verschenken lässt.

In diesem Sinne Euch allen und Euren Familien ein frohes, friedliches und besinnliches Weihnachtsfest!

8 Comments

  1. Wie toll! Als Kinder haben wir das auch immer gemacht, aber es nie gegessen weil wir es zu lange haben stehen lassen… es war immer viel zu schade 🙈 Hast dir echt viel Mühe gegeben! Ich glaube nächstes Jahr baue ich auch mal wieder ein kleines Hexenhäuschen 💕

    • Rebecca Reply

      Ich hab es immer von meiner Großmutter bekommen. Essen konnte ich es nie, es war viel zu schön!

  2. Wow wie lecker! 🙂
    Ich glaube die Geduld für diese ganzen Einzelheiten hätte ich nicht^^
    Sieht echt klasse aus! 🙂
    Liebe Grüße Sarah <3

    • Rebecca Reply

      Aber es ging wirklich super schnell und war gar nicht nervenaufreibend!

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